April 2

Börsenhandel und Demokratie: Eine untrennbare Verbindung

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Am 28. März 2024 ging ein besonderes Jubiläum still vorüber: 175 Jahre seit der Unterzeichnung der ersten gesamtdeutschen Verfassung in der Frankfurter Paulskirche, ein Meilenstein, der das Recht auf freie Rede gewährleistete. Dieses historische Ereignis, das die Grundlage unserer heutigen gesellschaftlichen Werte bildet, verdient es selbstbewusst gefeiert zu werden, doch die Zerwürfnisse unserer Zeit scheinen andere Prioritäten zu setzen.

Wer das alte Frankfurt am Main kennt, weiß, dass einst neben der Paulskirche die alte Börse Frankfurt bis zum zweiten Weltkrieg stand. Die enge Verbindung zwischen Börse und Demokratie ist kein Zufall, sondern eine symbolträchtige Nachbarschaft.  Diese räumliche Nähe unterstreicht die tiefgreifende Beziehung zwischen demokratischen Prinzipien und dem Finanzmarkt bis heute. Der internationale Handel wurde ursprünglich an der „Alten Börse Frankfurt“ durch die sieben Statuen – Europa, Amerika, Afrika, Asien, Australien, Landhandel und Seehandel – an den Außenmauern der „Alten Börse“ repräsentiert, wovon sechs dieser Statuen heute am Eingang der „Neuen Börse“ in Frankfurt am Börsenplatz stehen. Sie sind ein Zeugnis für ein faires und offenes Miteinander.  Diese Werte sind heute relevanter denn je und finden Ausdruck in unseren modernen Vorstellungen von nachhaltigem Handeln.

In einer Welt, in der Geschäfte, die mit Kriegen, Glücksspiel und Prostitution verbunden sind, streng reguliert werden, erinnert uns die Börse daran, dass wirtschaftlicher Erfolg und ethisches Handeln Hand in Hand gehen müssen. „Politische Börsen haben kurze Beine“, besagt ein alter Börsenspruch, der darauf hinweist, dass politische Ereignisse oft kurzfristige Auswirkungen auf die Märkte haben. Doch wenn „die mächtigen Jungs im Sandkasten“ Konflikte schüren, leidet die ganze Welt unter den Folgen: Misstrauen, Boykotte, Handelsbeschränkungen und ein schwindendes Wirtschaftswachstum.

Die Lehre hieraus ist klar: Langfristiger Erfolg und Wohlstand sind nur auf der Grundlage von Demokratie und einem fairen, offenen Wirtschaftssystem möglich. Ein erfolgreiches Zusammenspiel von „Börse“ und Demokratie spiegelt wider, dass Freiheit, Transparenz und Gleichheit nicht nur ideale Prinzipien sind, sondern essenzielle Voraussetzungen für dauerhaften Fortschritt und Stabilität.

Wir sollten nicht nur unsere demokratischen Werte feiern, sondern auch die Rolle würdigen, die ein freier und fairer Handel in der Förderung dieser Werte spielt. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit eine gerechtere und wohlhabendere Zukunft für alle zu schaffen. In einer Zeit, in der die Welt zunehmend fragmentiert erscheint, ist es umso wichtiger, diese Verbindungen zu stärken.

Ihre

Ulrike Hock

SmartIC – Smart Investor Coaching

#Börse # Finanzgeschichte #Demokratie #NachhaltigesInvestieren #PaulskirchenJubiläum

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